Thema im Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit ist häufig die Drogenpolitik. Aufgrund der Modernisierung von zahlreichen Problemhäusern in der Nordstadt, wurden viele Drogenabhängige aus ihren Rückzugsräumen auf die Straße gedrängt. Dort wurde teilweise offen mit Drogen gehandelt und diese anschließend sichtbar konsumiert. Durch den Einsatz von Ordnungspartnerschaften aus Polizei und Ordnungsamt konnte man verhindern, dass ich Gelage bilden, allerdings wurden diese Menschen lediglich versprengt und in andere Stadtteile verdrängt. An der Sucht-Problematik änderte sich nicht viel.

Eine – meiner Meinung nach – sehr wichtige Einrichtung ist das Cafe Kick. Hier können Drogenabhängige im Cafe Beratung erhalten, sich duschen und ihre Kleidung waschen. Zudem ist hier der Drogenkonsum in einer hygienisch einwandfreien Umgebung und unter medizinischer Aufsicht möglich. Leider reichen die Ressourcen des Cafes nicht aus – viele Abhängige müssen abgewiesen werden und konsumieren dann in der Umgebung, Beratungen können nicht geleistet werden. Ein weiteres Problem ist der fehlende Zugang für Auswärtige – es dürfen nur Abhängige mit Dortmunder Meldeadresse konsumieren. Viele Menschen – insbesondere Zugewanderte aus den Balkanstaaten – können so nicht erreicht werden.

Ich werde mich daher dafür einsetzen, dass die Öffnungszeiten des Cafe Kick erweitert und das Personal aufgestockt wird. Zudem möchte ich auch Auswärtigen den Besuch ermöglichen. Nach einem Jahr muss überprüft werden, ob die Kapazitäten des Kick weiterhin ausgelastet sind und ob demzufolge die Einrichtung eines zweiten Dorgenkonsumraumes notwendig ist. Die Möglichkeit zur Einrichtung einer Stelle für die Diamorphinvergabe muss überprüft werden, denn hiermit könnten Menschen aus der Beschaffungskriminalität und der Prostitution geholt werden und wären geschützt vor verunreinigten Suchtmitteln.